

Charles Leclerc
Rennfahrer
Die ruhige Runde
Charles Leclerc ist die Art von Mensch, die ständig in Bewegung zu sein scheint, egal ob er Rennen fährt, Padel, Klavier oder Schach spielt oder seine nächste Idee ausheckt. Und doch ist die Fähigkeit, die er ein Leben lang gelernt hat, nicht die, schneller zu werden. Es ist die Fähigkeit, abzuschalten.
Fragt man Charles Leclerc, was ihm durch den Kopf geht, wenn er ins Bett schlüpft, überrascht die Antwort vielleicht. Obwohl er ein Rennfahrer ist, der auf verschiedenen Kontinenten einer Weltmeisterschaft nachjagt, geht es dabei selten nur um den Rennsport.
„Ich fahre Rennen, seit ich dreieinhalb Jahre alt bin, und ich habe viele Nächte damit verbracht, über das Rennen und nur über das Rennen nachzudenken“, sagt er. „Aber ich bin auch sehr kreativ. Ich steigere mich sehr schnell in Dinge hinein, in neue Leidenschaften. In der einen Woche ist es Padel, in der anderen Woche Musik und Klavier.“
Neue Interessen kommen fast wöchentlich hinzu. Einige hängen mit dem Auto zusammen. Die meisten nicht. Doch wenn die Aufregung über seine alten oder neuen Leidenschaften anfängt, ihn wachzuhalten, hat er sich darauf trainiert, das Eine zu tun, was seine rastlose Persönlichkeit eigentlich nicht zu erlauben scheint: schlafen. „Ich schätze guten Schlaf“, sagt er. „Deshalb habe ich Wege gefunden, das Gehirn so weit wie möglich abzuschalten.“
Rennsport ist erst der Anfang
Leclercs Liste der Leidenschaften ist lang und wächst weiter. Nachdem er während Corona zufällig auf ein YouTube Video gestoßen war, fing er mit Padel an, nachdem er als Kind schon Squash und Tennis gespielt hatte. „Sobald wir das Haus wieder verlassen durften, habe ich drei Freunde gefragt, ob sie es mit mir ausprobieren wollen, und ich habe es absolut geliebt.“ Dann sind da noch das Klavier und die Musik, die er als seine tiefste Form der Abkehr von der Außenwelt bezeichnet, während er Songs von Coldplay, The Kooks und The Strokes spielt. „Am meisten schalte ich wahrscheinlich ab, wenn ich selbst am Klavier sitze.“ Er hat sogar schon mit dem französischen Pianisten Sofiane Pamart komponiert.
Das Lesen ist für Leclerc eine weitere Leidenschaft, eine Gelegenheit, sein Wissen zu erweitern. Seine Leseinteressen sind riesig: Bücher über KI, über Psychologie und derzeit über die gesamte Geschichte der Menschheit. Er spielt auch Schach, eine Gewohnheit, die er als Kind mit seinem Großvater begann und nie aufgab, wegen des „Seelenfriedens und der Tatsache, immer vorauszudenken.“ Vor Kurzem hat er Pilates ausprobiert, rein um seine Komfortzone zu verlassen.
Es sind so viele Inputs, weshalb der Ausschalter so wichtig ist.

Die Disziplin der Ruhe
Leclerc führt seinen Erfolg darauf zurück, dass er schon früh im Leben die Disziplin der Erholung gelernt und sie während seiner gesamten Karriere priorisiert hat. Mit zwölf Jahren besuchte er ein Leistungszentrum in Italien, das auf zwei Säulen basierte: körperliches und mentales Training. „Was körperliches Training bedeutete, wusste ich selbst mit zwölf Jahren. Aber mentales Training war für mich völlig neu.“
Dort wurde er auf Fokus und mentale Leistungsfähigkeit getestet, und man zeigte ihm die drastischen Unterschiede in seiner Leistung, wenn er müde war. Diese Lektion – dass qualitativ hochwertiger Schlaf für die Leistung unerlässlich ist – saß schon früh und blieb für immer. „Ehrlich gesagt war es eher Glück, als dass ich es selbst erkannt hätte“, sagt er. „Ich habe sehr früh davon erfahren, und das war ein riesiger Vorteil.“
In diesem Trainingslager lernte er auch ein Werkzeug kennen, auf das er noch heute in Nächten zurückgreift, in denen sein Geist einfach nicht zur Ruhe kommen will: Atemtechniken. Sie löschen die Gedanken zwar nicht aus, sagt er, aber sie mildern sie so weit ab, dass er einschlafen kann.
Die frühe Priorisierung des Schlafs hat ihn von einer Schuld befreit, die viele Leistungsträger in sich tragen. Während andere damit prahlen, die Nacht durchzuarbeiten und mit der Sonne aufzustehen, spricht Leclerc offen darüber, ohne schlechtes Gewissen zehn, manchmal elf Stunden zu schlafen. „Ich fühle mich überhaupt nicht schuldig. Ich genieße das Schlafen wirklich.“ Sein optimaler Wert liegt nach eigener Einschätzung eher bei acht Stunden, aber ein anspruchsvoller Zeitplan, der ihn um die ganze Welt führt, und der Jetlag summieren sein Schlafdefizit. Wenn er zu Hause ist, versucht er, dieses Defizit durch beständigen, qualitativ hochwertigen Schlaf auszugleichen.

„Ich fühle mich überhaupt nicht schuldig. Ich schlafe wirklich gerne.“
Sieben Jahre in Arbeit
Seine Sichtweise auf Erholung, Leistung und Regeneration hat Leclerc zu Eight Sleep geführt – zuerst als Nutzer, dann als Markenbotschafter und schließlich als Investor. Der Grund dafür ist rein praktischer Natur. „Ich reise ständig, und jedes Mal, wenn ich zu Hause bin, ist es nur für sehr wenige Nächte. Diese wenigen Nächte sind extrem wichtig für mich, um wieder auf 100% zu kommen.“ Der Pod löste zudem ein ganz konkretes Problem in seinem eigenen Schlafzimmer. Er und seine Frau Alexandra waren sich beim Thema Temperatur nie einig: Ihm ist schnell zu warm, sodass er über der Decke lag; ihr ist eher kalt, weshalb sie sich darunter vergrub. Die Möglichkeit, jede Seite separat einzustellen und trotzdem nebeneinander zu schlafen, ist für ihn „wahrscheinlich die beste Funktion der Welt.“
Die Partnerschaft selbst war reine Fügung. Leclerc testete den Pod, liebte ihn und kontaktierte den Mitbegründer und CEO Matteo Franceschetti – einen Italiener und lebenslangen Motorsportfan –, um eine Zusammenarbeit vorzuschlagen. Sie vereinbarten ein Treffen in Miami. Genau dort erzählte Franceschetti ihm den Rest der Geschichte: Eight Sleep hatte sieben Jahre zuvor, als das Unternehmen noch viel kleiner gewesen war, diskret Leclercs Manager kontaktiert, woraus sich jedoch nichts ergeben hatte. Leclerc hatte nie davon erfahren. „Sieben Jahre später war ich derjenige, der Matteo kontaktiert hat“, sagt er. „Es ist eine coole Geschichte. Am Ende sollte es wohl einfach so sein.“
Was ihn dazu überzeugte, seinen Namen und sein Geld für die Marke einzusetzen, war zum Teil das Produkt, das er und seine Frau liebten, aber es waren auch die Menschen. Als er das Designteam von Eight Sleep in San Francisco besuchte, fiel ihm besonders auf, wie agil ein Unternehmen dieser Größe bleiben kann. „Wie reaktionsschnell das Team ist, wenn man bedenkt, wie groß das Unternehmen bereits ist, war schon immer sehr beeindruckend.

Von Träumen und was wirklich zählt
Seit seiner Kindheit hat Leclerc einen Traum: „Weltmeister zu sein, das ist alles, wovon ich je geträumt habe und wofür ich je gearbeitet habe.“
Für jemanden, der dem Weltmeistertitel hinterherjagt, sind seine anderen Ambitionen bemerkenswert bescheiden. Er sehnt sich danach, „ein ganz einfaches Leben zu führen und all diese Leidenschaften lebendig zu halten.“
„Am Ende des Tages sind die Menschen, die man am meisten liebt am wichtigsten“, sagt Leclerc.
Charles Leclerc ist Rennfahrer, Eight Sleep Ambassador und Investor.

